Bauhaus-Projekt, gefördert vom Musikfonds!

Inspiriert von der sagenumwobenen „Bauhauskapelle“ erarbeiten wir 2019 anlässlich des hundertsten Geburtstags des Bauhauses ein neues Projekt: Unter dem Titel
„Bauhauskapellentraum“ entsteht ein Konzertprogramm, das in verschiedenen Aufführungen rund um das Jubiläum vorgestellt wird. Angelehnt an das vielfältige
Instrumentarium der „Bauhauskapelle“ erweitert SUBSYSTEM dafür seine Duo-Besetzung zu einem Quartett. Kontrabass und Baritonsaxophon werden mit Gesang (Efrat Alony) und Saiteninstrumente (Christian Kögel) ergänzt. 

„Sie sind die beste Jazzband, die ich je toben hörte, bis in die Fingerspitzen musikalisch.“ (Kole Kokk)

Ein „phantastisch-rhythmischer und durchdringender lärm“, dann von „getöse in tiefste stille“. (Xanti Schawinsky)

(Zeitzeugen über die „Bauhaus-Kapelle“)

 

In den Bereichen Architektur, Design, Kunst und Gestaltung sind die Spuren der Bauhaus-Kultur gut dokumentiert und sichtbar. Das musikalische Erbe des Bauhauses ist schwieriger aufzuspüren. Es gibt Querverweise und Kontakte zur Neuen Musik, zu Komponisten wie Igor Strawinsky und Paul Hindemith, vom Gedankenaustausch bis zum gemeinsamen Projekt. Und es gibt die „Bauhauskapelle“.
Diese Band trat bei den legendären Bauhaus-Festen und auch außerhalb auf; Tondokumente sind nicht überliefert, nur Beschreibungen von Mitwirkenden und Zeitzeugen. Es scheint sich um eine mitreißende Mischung aus Jazz, Folklore und Geräuschmusik gehandelt zu haben.
SUBSYSTEM möchte diese Legende wieder aufleben lassen – mit gründlichen Recherchen, aber ohne Anspruch auf historische Authenzität. Die Leerstellen und fehlenden musikalischen Dokumente füllen wir getreu dem Bauhaus-Konzept mit unseren individuellen „geistigen Abenteuern“ – seien es eigene Kompositionen, Bearbeitungen von klassischen Werken, Vertonungen von Texten der Bauhaus-Künstler oder Arrangements von folkloristischem Material.

Anfang 2018 sind Recherchen vorgesehen – Besuch von Museen und Archiven (Bauhaus-Archiv und andere Quellen) und gegebenenfalls Gespräche mit Bauhaus-SpezialistInnen. Aus dem Material und den davon inspirierten musikalischen Ideen sollen die Kompositionen für das Projekt entstehen. Diese Kompositionen werden in intensiven Probenphasen mit den vier MusikerInnen erarbeitet. Dabei besteht Raum für improvisatorische Veränderungen. Die entstandene Musik soll im Sommer im Studio (Audio & Video) dokumentiert werden und im Herbst, u. a. bei der Jazzmeile Thüringen aufgeführt werden.

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